Vermeide die 9 häufigsten Tragefehler

NancyBaby Tipps, Mama und Baby, Tragen14 Kommentare

Mutter mit Baby in Tragetuch

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Tragen ist zumeist eine wundervolle Erfahrung für Eltern und Kind. Das Babytragen sollte daher niemals schmerzen oder unangenehm sein. Daher möchte ich Dir mit diesem Beitrag die häufigsten Tragefehler aufzeigen und wie Du sie vermeiden kannst.

Nach ca. 10 Tagen im Wochenbett und nach dem Verheilen meines Dammschnitts, traute ich mich endlich die Trage, die mir meine Schwester schenkte, auszuprobieren. Nachdem ich die Anleitung ausgiebig studiert hatte, fühlte ich mich sicher genug, meinen Schatz, natürlich über dem Bett, in die Manduca einzuschnallen.

Ich machte alles nach bestem Wissen und Gewissen und war der Meinung, alles richtig zu machen. Die Anleitung und einige YouTube Videos hatte ich mir ja angeschaut.

Was sollte da schon schief gehen?

So richtig schief ging auch nichts, Gott Sei Dank, aber richtig getragen hatte ich meinem kleinen Wonneproppen dennoch nicht.

Das Kind saß viel zu tief und viel zu locker.

Erst als ich wenige Wochen später meine erste Kangatrainings-Stunde hatte, übrigens ein sehr empfehlenswerter Kurs für Mütter zur unterstützung der Rückbildung mit Kind in der Trage, wurde mir klar, was ich alles falsch gemacht hatte.

Die Leiterin des Kurses, Susanne, hatte eine Ausbildung zur Trageberaterin absolviert und sehr viel Erfahrung mit all den vielen Tragemodellen und Bindeweisen, die es gibt auf der Welt. Sie selbst brachte zum Kurs ca. 15 verschiedene Tragemodelle mit, da nicht alle Mütter eine eigene Trage besaßen und sich somit eine ausleihen konnten.

Zum Kurs gehörte somit auch eine Trageberatung. Susanne überprüfte vor dem Training jede einzelne Trage und jedes Tragetuch auf die korrekte Trageweise.

Bei mir zog sie die Trage so fest, dass ich erstmal nach Luft rang.

Außerdem rückte sie den Hüftgurt Richtung Taille, so dass mein Schatz kurz unter meinem Kinn in Kussweite saß.

Ich dachte anfangs immer, ein Hüftgurt hat auf der Hüfte zu sitzen. Pustekuchen! Ich trage ihn selbst mit meinem 12 kg Kleinkind noch immer nicht auf der Hüfte, weil er so viel zu tief sitzen würde. Daher gebraucht man auch in der Trageszene eher den Begriff “Bauchgurt”.

Was ich dort gelernt habe und nie wieder vergessen werde ist, dass ein Kind hoch und fest getragen werden muss.

Vermeide die äufigsten Tragefehler: Tragen kann den Alltag erleichtern und sollte sich immer leicht und einfach anfühlen!
Tragen kann man überall. Super praktisch auch im Urlaub am Strand.

Was ich darüber hinaus noch gelernt habe und welche Tragefehler es sonst noch so gibt, will ich Dir gerne mitgeben, damit Du nicht die gleichen Fehler machst, wie ich damals. 

Wenn Du Dein Kind mit einer Trage oder einem Tragetuch tragen willst, was ich Dir auf jeden Fall ans Herz lege, dann suche Dir in jedem Fall eine Trageberaterin.

Auch ich dachte, ich kann mir alles aus der Anleitung und dem Internet zusammensuchen, aber manchmal kann eine echte Beratung einfach nicht durch eine virtuelle ersetzt werden. 

Ach so, etwas ging doch schief! Ich hatte vor der richtigen Trageberatung wochenlang Schulter- und teilweise Rückenschmerzen.

Erst aufgrund der korrekten Trageweise sind diese verschwunden und trotz 12 kg Kind und Bauchtrage, nicht wiedergekommen.

Vermeide die häufigsten Tragefehler: Tragen sollte nie schmerzen.
Mama als Packesel.

Ich hatte nie wieder Beschwerden beim Tragen auch wenn ich wie ein Packesel mit Kind in der Trage und Einkäufe im Rucksack oder in den Taschen durch die Stadt zog.

Im Folgenden will ich Dir die häufigsten Tragefehler näher bringen, die mir im Alltag und im Internet begegnen und die auch ich teilweise falsch gemacht habe.

Falls Du Feedback hast oder weitere Tragefehler kennst, lass es mich unten in den Kommentaren wissen!

Übrigens: Wenn Du Schmerzen hast, egal welcher Art, solltest Du immer zunächst einen Arzt aufsuchen. Ich bin kein Mediziner und kann daher auch keine medizinischen Ratschläge geben. Alle hier aufgeführten Inhalte geben lediglich meine eigene Meinung und Erfahrungen wieder.

1 Häufiger Tragefehler: Das Kind sitzt zu tief

Nicht nur ich habe mein Kind zu tief getragen, ich sehen leider sehr häufig viele andere Mütter, die den gleichen Fehler machen. Ich habe oft überlegt, die Frauen darauf anzusprechen, aber mich nie getraut. Ob das richtig war, weiß ich leider nicht.

Bei der Sitzhöhe des Kindes spielt der Schwerpunkt eine Rolle. Für den Tragenden hat die korrekte Höhe Einfluss auf die eigene Haltung und in Folge auf evtl. Rückenschmerzen.

Bei einer Tragehilfe, wie der Manduca, Sitzt das Gewicht des Kindes auf dem Hüftgurt und nicht auf den Schultern.

Trägt man nun das Kind zu tief, so verlagert sich das ganze Gewicht auf die Schultern und führt, wie bei mir, zu Schulterschmerzen.

Werbung: Meine Tochter sitzt hier in der Manduca XT (Affiliate Link) für mich optimal. Nicht zu tief. Eher etwas höher, was ich persönlich sehr mag.

Bei einem Tragetuch liegt das Gewicht von vornherein mehr auf den Schultern, da es keinen stützenden Hüftgurt gibt. Gerade hier ist die Tragehöhe wichtig für den eigenen Schwerpunkt.

Das Köpfchen des Kindes sollte immer so nah am Kinn der Mutter liegen, dass sie es einfach küssen kann, ohne sich weit herunter beugen zu müssen.

Ich habe mir als Anhaltspunkt immer mein Kinn genommen. Das Köpfchen des Baby sollte kurz unter dem eigenen Kinn sitzen. 

Merke: Wenn die Babys größer werden, so wandert der Hüft-/Bauchgurt oder der Knoten beim Tragetuch immer weiter nach unten, nicht aber das Köpfchen des Kindes.

2 Häufiger Tragefehler: Die Trage sitzt nicht fest genug

Ob eine Trage fest genug sitzt, ist ein Punkt, der sich aus der Ferne nur schlecht kontrollieren lässt. Deshalb rate ich Dir besonders in diesem Fall zu einer vor Ort Trageberatung

Zwischen Dir und dem Bauch des Kindes darf kein Abstand sein. Wenn Du Dich nach vorn beugst, darf sich das Kind keinen Zentimeter von Dir wegbewegen.

Wenn Du das Gefühl hast, das Kind ist an Dir “angeklebt” und es ein Teil von Dir, hast Du die Trage richtig angelegt bzw. das Tuch gut gebunden.

Das straffe Binden stützt den Kopf, Nacken und Rücken optimal.

Wichtig hierbei ist, dass der Rücken gerundet bleibt und nicht platt gedrückt wird. Der gerundete Rücken entspricht in den ersten Lebensmonaten der natürlichen Form der Wirbelsäule.

Oft sehe ich Frauen, die immernoch das Gefühl haben, das Baby in der Tragen mit Ihren Händen festhalten zu müssen. Sie haben permanent eine Hand am Rücken des Babys. Das kann ein Hinweis darauf sein, dass die Trage oder das Tuch nicht fest genug ist.

Werbung: Mit einer Nakenrolle, wie hier von Hoppediz (Affiliate Link) kann das Köpfchen optimal gestützt werden. Foto Hoppediz.
Nackenrollen gibt es mit und ohne Bändchen. Mit den Bändchen kann die Roll an der Tragehilfe befestigt werden. Ohne kann sei einfach in den Stoff eingerollt werden. Foto Hoppediz.

Ist ein Tuch richtig gebunden, kann man sich damit frei bewegen und seinen Tätigkeiten nachgehen, ohne Angst zu haben, das Kind würde herausrutschen. 

Willst Du wissen, welche Vorteile das Tragen auf die Gehirnentwicklung Deines Babys hat, dann lies meinen Artikel 10 Voraussetzungen für kluge und glückliche Kinder.

3 Häufiger Tragefehler: Der Steg ist falsch eingestellt

Ein sehr wichtiger Punkt beim Tragen eines Babys ist die Anhock-Spreiz-Haltung, auch M-Haltung genannt.

Mit dieser Haltung ist eine Spreizung der Beinchen mit max. 90° Grad von Schenkel zu Schenkel und eine hohe Anhockung von etwa 110° (Knie auf kindl. Nabelhöhe, Gesäß ist der tiefste Punkt) gemeint.

Die Anhock-Spreizhalten. Gut zu erkennen, da die Kniekehle höher liegt als der Po des Kindes.

Die M-Haltung ist die natürliche Haltung unseres Tragelings und wird von Babys und Kleinkindern automatisch beim Hochheben eingenommen.

Sowohl beim Tragetuch als auch bei der Tragehilfe sollte der Steg von Kniekehle zu Kniekehle reichen. Nur so kann die optimale Rückenwölbung und die Anhock-Spreiz-Haltung gewährleistet werden.

Der Vorteil beim Tuch ist, dass Du selbst durch das korrekte Binden, den Steg formen kannst.

Bei Tragehilfen ist die Situation vom Typ der Trage abhängig. Es ist darauf zu achten, dass es entweder eine Trage mit einem einstellbaren Steg ist (siehe Manduca XT) oder dass Du selbst den Steg z.B. mit Hilfe eines Mulltuchs verkleinerst.

Du solltest auch von Zeit zu Zeit den Steg und den Abstand zwischen den beiden Kniekehlen Deines Kindes überprüfen und nachjustieren. Bei Babys ab ca. fünf Monaten wird dieser Aspekt dann immer weniger wichtig. 

4 Häufiger Tragefehler: Die Trage passt nicht zu Alter und Größe des Kindes

Es gibt Tragehilfen, die nicht mitwachsend sind. Diese sind jeweils für einen bestimmten Größenbereich des Kindes ausgelegt. 

Wächst das Baby über diesen Bereich hinaus, so ist eine neue Trage fällig,

Tragehilfen, die zu klein oder zu groß sind, können das Tragen für Mutter und Kind auf Dauer unangenehm machen und zu Rückenschmerzen oder Fehlhaltungen führen.

Aber auch generell kann es passieren, dass die ausgewählte Trage nicht für Mutter und Kind geeignet ist, unbequem ist, zu klein oder zu kompliziert ist.

Daher empfehle ich auch hier eine Trageberatung, da Trageberaterinnen meist über einen etwas größeren Fundus an Tragen verfügen und man die ein oder andere Tragehilfe ausprobieren kann.

Bei Tragetüchern kann es passieren, dass das Tragen mit Zunahme an Gewicht und Größe des Babys nicht mehr so komfortabel ist.

Dein Kind wird schwerer und durch die fehlende Polsterung, drückt das Gewicht auf die Schultern. Tragetücher sind daher vor allem für Neugeborene und in den ersten Lebensmonaten sehr gut geeignet.

Oft lohnt es sich aber, vor allem bei großen und schweren Kindern, nach einiger Zeit auf eine Komfortragehilfe umzusteigen. 

Tragehilfen mit Hüftgurt entlasten die Schultern am Besten.

5 Häufiger Tragefehler: Die Tragetechnik passt nicht zu Mutter und Kind

Nicht jedes Kind fühlt sich in jeder Tragehilfe oder in jedem Tragetuch gleich wohl. Manche mögen die Flexibilität des Tuchs, aberere brauchen die Festigkeit einer Tragehilfe, um zu entspannen.

Manche Kinder wollen auch besonders fest gebunden werden und einfach nur an Mama gekuschelt schlafen, andere wiederum brauchen eine gute Rundumsicht und viel Bewegungsfreiheit, was eher beim Tragen auf dem Rücken möglich wird.

Die Schwierigkeit für Mama und Kind liegt nun darin, herauszufinden, was für beide am Besten passt.

Bei einer Trageberatung hast Du die Möglichkeit verschiedene Tragesysteme auszuprobieren ohne selbst viel Geld in die verschiedenen Tücher und Tragehilfen zu investieren

Wenn Du noch nicht weißt, ob ein Tuch oder eine Tragehile das Richtige für Euch ist, kannst Du beides probieren und Dich über die Vor- und Nachteile aufklären lassen. 

Auch kann Dir die Trageberaterin verschiedene Bindetechniken zeigen. Beispielsweise auch Spezialfälle, wie das Tragen in der Schwangerschaft oder das Tragen zweier Kinder.

Willst Du Dir keine Trageberatung leisten, so kannst Du Dir verschiedene Bindetechnicken von Tüchern im Internet oder bei YouTube anschauen oder verschiedene Tragehilfen (Mei Tai, Halfbuckle, Fullbuckle, …) ansehen und probieren was für Euch besser passt. 

In jedem Fall lohnt es sich, bei Problemen entweder die Trage oder einfach die Wickeltechnik zu ändern. 

6 Häufiger Tragefehler: Das Kind wird nach vorn getragen

Eine Tragevariante, die in der Trageszene sehr umstritten ist, ist das nach-vorn-gerichtete Tragen eines Babys. Vor allem dann, wenn die ergonomische korrekte Anhock-Spreiz-Haltung nicht gegeben ist oder das Kind einer Reizüberflutung ausgesetzt ist.

Durch das Tragen mit dem Gesicht des Babys nach vor muss stark darauf geachtet werden, dass eine korrekte Anhock-Spreiz-Haltung möglich und dass der Rücken nicht im Hohlkreuz landet.

Ich möchte nicht sagen, dass das nach-vorn-gerichtete Tragen per se schlecht ist. Nur musst Du auf einige Dinge besonders achten. Neben der Anhock-Spreiz-Haltung, ist die Zeitdauer entscheidend. Dein Baby bekommt in dieser Position kein Blickkontakt mit Dir und die in der Anfangszeit so wichtige Kommunikation zwischen Dir und Deinem Kind ist nicht so intensiv möglich wie beim zugewandten Tragen.

Das Baby ist darüber hinaus nicht in der Lage sich an Mamas Brust zu kuscheln, sondern ist seiner Umwelt ausgeliefert. Eine Reizüberflutung und damit einhergehend eine Überforderung kann die Folge sein. Daher geh bitte niemals mit einer nach vorn gerichteten Trage über den Weihnachtsmarkt oder in den Bergen klettern (alles schon gesehen).

Dazu wurde in Studien erforscht, dass das nach vorn-Blicken durch die vielen Umweltreize, deren sich das Baby nicht entziehen kann, schädlich für ein Kind unter zwei Jahren ist, ebenso wie Buggies, in denen das Baby nur in Fahrtrichtung sitzen kann.

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Leider gibt es noch immer bekannte Hersteller von Tragehilfen, die genau mit diesem Punkt werben. Diese Hersteller zählen viele Vorteile auf. Und sicher schadet das nach vorn-Tragen nicht jeden Kind gleichermaßen. Wie erwähnt ist hier auch das Alter entscheident.

Ich schreibe es der Unwissenheit der Hersteller zu, dass sogar Werbefotos existieren, auf denen die Babs mit herabhängenden Beinen zu sehen sind. Das entschuldigt jedoch nichts, da die Hersteller m.E. in der Pflicht sind, diesen Punkt selbst zu prüfen.

Aber oft sind natürlich auch den Eltern die Nachteile beim Kauf nicht bewusst, da diese nicht ausreichend dargelegt werden und sie eher geneigt sind, den vermeintlich erfahrenen Herstellern zu vertrauen.

Möchtest Du gern nach vorn-gerichtet Tragen, dann achte darauf, dass Du das in einem ruhigen entspannten Umfeld tust, vorrangig zu Hause oder in Deinem Garten, dass Du Dich mit Deinem Kind während der Tragezeit beschäftigst und die Zeit stark begrenzt. Achte gut auf Anzeichen von Überforderung und Unwohlsein.

Besorge Dir eine Trage, die das nach-vorn-gerichtete Tragen gut mit der Anock-Spreiz-Haltung unterstützt.

Eine bekannte Trage, in der eine korrekte Beinhaltung des Kindes beim nach vorn gerichteten Tragen möglich ist, ist z.B. die Ergobaby 360°. Nicht geeignet sind Tragetücher oder Tragen, die nicht dafür vorgesehen sind. Schau dazu auch in die Anleitung Deiner Trage.

Weitere Informationen zum Tragen nach vorn, vor allem auch in Bezug auf die Anatonie, findest Du hier.

Willst Du wissen, was Tragetücher mit Zero Waste zu tun haben, dann schau doch hier mal rein: Zero Waste Baby.

7 Häufiger Tragefehler: Das Kind ist falsch angezogen

Wie ziehe ich mein Kind in der Trage an? Kein einfaches Thema, da es von verschiedenen Bedingungen abhängt. z.B.

  • Art der Trage
  • Trägst Du auf Bauch oder auf dem Rücken
  • Unter oder über der Jacke
  • Sommer oder Winter

Das ist wohl auch der Grund, warum sich viele Eltern damit so schwer tun. Oft wird unterschätzt, wie warm die Babys bei Mama oder gerade bei Papa im Tragetuch stecken und dass das Tragetuch und die Tragehilfe ja auch noch eine Schicht bilden.

Werbung: Gut warm hält auch ein Tragecover, wie dieses hier von Wombat & Co. (Affiliate Link).
Die Kleidung des Kindes muss die wärmende Funktion des Cover mit berücksichtigen..
Werbung: Oder auch das 3 in 1 Fleece Cover mit Regenschutz von Hoppediz (Affiliate Link).

Der häufigste Fehler ist wohl daher, dass das Kind zu warm angezogen wird. Gerade im Winter, wenn Du z.B. noch eine Jacke mit einer Jackenerweiterung wie der Kumja drüber hast, braucht Dein Kind KEINE extra Wintersachen in der Trage.

Unter der Jacke ist das Kleine bei Mama schön warm eingepackt. Der Wärmeeffekt zwischen Mutter und Kind und die extra Schicht durch das Tuch oder die Trage ist nicht zu unterschätzen. 

Als Faustregel gilt in diesem Fall: Anzahl Schichten vom Träger (ohne Jacke) + eine zusätzlich ergibt die Anzahl von Schichten fürs Kind. 

Ein altes Foto: Mein Sohn (sitzt nach meinem Gefühl hier etwas zu tief) hat einen Langarm Body, Pulli und Mütze an. Außerdem eine Strumpfhose, Hose und dicke Socken drüber. Ich bin langärmlich und trage noch eine Strickjacke drüber, die um das Kind reicht und eine Jacke mit Winterkumja.

Hast Du z.B. als Mutter ein Langarmshirt an, so bekommt Dein Baby also einen Langarmbody +  einen (dünnen) Pullover drüber.

Der Griff in den Nacken oder zwischen den Schulterblättern des Kindes zeigt, ob Dein Schatz schwitzt oder friert.

Trägst Du Dein Kind auf dem Rücken, muss es dicker eingepackt werden, da auf dem Rücken der Wärmeeffekt durch den Träger nicht in dem Maße gegeben ist wie auf dem Bauch.

Trägst Du Dein Kind auf der Jacke, muss es ebenfalls dick und für die Temperaturen draußen gekleidet werden, da auch hier der Träger das Kind nicht wärmen kann und des den Temperaturen ausgesetzt ist.

Lies dazu auch gern meinen Beitrag über das Tragen im Herbst und Winter.

8 Die Grundbedürfnisse sind nicht erfüllt

Fühlt sich Dein Kind sich so gar nicht wohl in der Trage, kann das viele der bereits genannten Ursachen haben. Darüber hinaus, muss es aber gar nichts mit der Trage oder Bindetechnik zu tun haben. 

Neben der oben schon genannten falschen Kleidung und dem damit verbundenen Schwitzen oder Frieren, kann es auch einfach daran liegen, dass Dein Kind eine volle Windel oder ein dringendes Bedürfnis hat

Deshalb solltest Du Dein Kind vor dem Tragen, und generell vor dem Hinausgehen, je nach Alter und Vorliebe noch einmal abhalten, auf den Topf setzen oder die Windel wechseln.

Auch Hunger oder Müdigkeit können Gründe sein, dass Dein Schatz jetzt gerade nicht in die Trage will.

Bei Müdigkeit habe ich die Erfahrung gemacht, dass der Protest nur so lange geht, bis die Tür hinter mir zufällt, danach döste mein Sohn immer friedlich in der Trage.

Hunger ist bekanntlich einfach abzustellen. Daher solltest Du Dein Baby vor dem Tragen noch einmal stillen oder etwas zu Essen anbieten.

Ich habe auch von Kindern gehört, die nicht getragen werden wollen, was ich mir so überhaupt nicht vorstellen kann, aber Ausnahmen gibt es wohl immer. 😉

9 Häufiger Tragefehler: Falsches Rücken-Tragen

Ob und ab wann Du Dein Kind auf dem Rücken tragen solltest, ist gar nicht so einfach zu benennen. Denn hier gibt es weltweit große Unterschiede. In verschiedenen Gebieten von Afrika, Südamerika oder Indien, wird schon sehr früh kurz nach der Geburt damit begonnen Kinder auf dem Rücken zu tragen.

Der Grund für das frühe Tragen ist zumeist die körperlich anstrengende Arbeit, die oft schon kurz nach der Geburt wieder ausgeführt wird. Das Kind muss dann einfach mit und stört auf dem Rücken am wenigsten.

In westlichen Ländern ist das Rückentragen eher ab dem Kleinkindalter zu beobachten, wenn das Kind für das Bauchtragen zu schwer wird.

Fakt ist, dass auch beim Tragen auf dem Rücken auf eine gute Anhock-Spreiz-Haltung geachtet werden muss. Darüber hinaus sollte auch hier der Rücken des Kindes nicht ins Hohlkreuz gehen.

Can Cau, Bac Ha, Vietnam: Eine Flower-Hmong-Stammfrau, die ihr Baby auf dem Rücken trägt.

Das Tragen eines Babys auf dem Rücken kann von erfahrenen Eltern mit der richigen Tragehilfe oder Bindeweise bereits ab Geburt passieren.

Wichtig ist auch hier, dass der Kopf des Kindes gut gestützt ist, so dass dieser auch, vor allem, wenn das Kind einschläft, guten Halt findet. Das gilt auch, wenn Dein Baby den Kopf schon gut selbst halten kann.

Schau bei Deiner Tragehilfe unbedingt auch in die Anleitung. Dort findest Du Angaben, ab wann diese das Tragen auf dem Rücken erlaubt.

Bei einigen Tragehilfen wird empfohlen das Kind erst auf dem Rücken zu tragen, wenn es bereits sitzen kann, da erst hier die nötige Stabilität gewärleistet ist.

Beim Rückentragen ist darauf zu achten, dass Dein Baby möglichst weit oben sitzt. Optimaler Weise kann es über Deine Schulter schauen. Das ist nicht mit allen Tragehilfen möglich, aber dafür sehr gut mit Tüchern und der entsprechenden Bindeweise zu erreichen.

Bei großen Unsicherheiten und ohne eine Trageberatung empfehle ich, mit dem Rückentragen bis zum Sitzalter (selbstständiges Aufsetzen des Kindes) zu warten.

Wie erwähnt ist der Zeitpunkt, ab wann das Kind auf den Rücken kann von der Tragehilfe abhängig. Hier gibt es ebenfalls Unterschiede zwischen Tragetuch und Tragehilfe und auch innerhalb der Komforttragen.

Bei der Manduca z.B. wird empfohlen bis zum 7. Monat oder bis das Kind selbstständig sicher sitzen kann zu warten. Mit einem Tragetuch ist es ab Geburt möglich Dein Kind auf dem Rücken zu tragen, da das flexible Tuch bei korrektem Binden die natürliche Haltung des Kindes optimal unterstützt.

Um auf Nummer sicher zu gehen, ist auch hier der Weg zur Trageberaterin das Beste was Du tun kannst. 

Neben den anatomischen Apekten, ist beim Rückentragen auch zu beachten, dass sich das Kind nicht so gut von der Außenwelt abschotten kann, wie auf dem Bauch. Hier kann es sich nicht an Mamas Brust einkuscheln, wenn zu viele Eindrücke auf Deinen Schatz einprasseln. Auch ist die Wärmeentwicklung auf dem Rücken geringer, als vor dem Bauch. 

Zu guter Letzt ist auch das Thema Sicherheit relevant. Ein Baby auf dem Rücken ist aus dem Sichtfeld des Trägers und damit potentiell gefährdeter als auf dem Bauch getragen.

Beim Rückentragen lohnt sich eine Beratung besonders. Denn im Vergleich zu den Völkern aus ursprünglicheren Ländern fehlt uns westlichen Nationen einfach die jahrhundertelange Trage-Erfahrung und daher sollten wir auf Nummer sicher gehen 😉

Sobald Du Dich zum Rückentragen entschlossen hast, und diese eine Hemm-Schwelle überwunden hast 😉 bringt as Rückentragen unheimlich viele Vorteile für Dich:

  • Dein Rücken wird geschont.
  • Du hast mehr Bewegungsfreiheit
  • Das Gewicht des Kindes wird als leichter empfunden
  • Du bist besser im Gleichgewicht
  • Dein Kind sieht mehr

Also trau Dich und lass Dir das Rückentragen zeigen!

Außerdem: Was tun bei schmerzenden Schultern?

Ich hatte am Anfang meiner Tragerfahrung stark mit Rücken- und Schulterschmerzen zu kämpfen. Meine Recherche im Internet brachte damals keine wirkliche Abhilfe. Erst nachdem ich die Trageberatung hatte, ging es langsam besser.

Daher möchte ich Dir hier nochmal zusammenfassen, welche Probleme diese Schmerzen verursachen können:

  • Der Hüftgurt sitzt zu tief
  • Der Hüftgurt ist nicht fest genug (vor allem Halfbuckle, Fullbuckle)
  • Das Kind sitzt nicht eng genug am Körper 
  • Das Kind sitzt zu tief und nicht knapp unter dem Kinn
  • Das Kind ist zu schwer für das Tragetuch / die Trage

Siehe hierzu auch meinen Blogbeitrag über 7 Fehler bei der Auswahl der richtigen Tragehilfe. Dort erfährst Du, auf was Du achten musst, beim Kauf einer Tragehilfe.

Mein Fazit zu den häufigsten Tragefehlern

Das Tragen eines Neugeborenen ist bis zum Kleinkindalter schmerzfrei möglich, wenn man sich etwas mit der Anatomie des Kindes und den verschiedenen Tragesystemen beschäftigt.

Hat man dafür selbst keine Zeit, lohnt es sich auf jeden Fall, ich weiß, ich wiederhole mich, eine Trageberatung aufzusuchen.

Das Tragen des eigenen Kindes ist eine wundervolle innige Erfahrung und sollte daher nicht an einer falschen Trageweise oder Bindeweise scheitern.

Ich haben meinen Sohn mit anderthalb Jahren oft noch vor dem Bauch getragen. Meine Tochter hatte ich von Geburt an auf dem Rücken, wo sie locker mehrere Stunden am Stück schlafen konnte. Diese Zeit haben wir alle sehr genossen.

Sobald die Kleinen Laufen können und dann auch mit Laufrad oder Dreirad unterwegs sind, tritt das Tragen sowieso viel zu schnell in den Hintergrund.

Hast Du Anmerkungen oder Erfahrungen, die Du teilen willst? Dann nutze die Kommentarfunktion unten. Ich bin gespannt auf Deine Trage-Geschichte!

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14 Kommentare zu “Vermeide die 9 häufigsten Tragefehler”

  1. Hallo, schöner Blog.
    Ich heiße Susanne bin Kikrschw. und in der Klinik auch als Tragetuchberaterin tätig und habe auch meine beiden Jungs, von Anfang an Schwergewichte, im Tragetuch getragen.
    Also: bekommt man Schulterschmerzen beim Tuch hat man was falsch gemacht!!! Das Tuch trägt mein Kind auch mit 12 kg, die meine Kinder mit 8 Monaten! hatten, ohne Schulterschmerzen. Asiaten tragen ihre alten Eltern oft im Tuch von einer Stadt zur nächsten, d.h. den ganzen Tag.
    Richtig ist, für kleine Babys insbesondere Frühgeborene ist das Tuch das einzig richtige, da in allen anderen Systemen keine! optimale Stützung und Anpassung zu erreichen ist.
    Bei allen anderen Babys kann man die Wahl den Eltern überlassen.
    Schön dass du hilfst zu vermitteln, wie toll und angenehm es ist zu tragen und getragen zu werden.
    LG Susanne

    1. Hallo Susanne,
      Danke für Deinen Kommentar! Und danke für die tollen Hinweise! Ich bin sicher, sie werden einigen Eltern helfen. Zugegebener Maßen habe ich mit dem Tuch nicht ganz so viel Erfahrung gesammelt. Aber ich beginne selbst im nächsten Monat eine Ausbildung zur Trageberaterin und werde meinen Beitrag danach noch einmal überarbeiten mit dem ganzen neu gewonnenen Wissen.
      Liebe Grüße,
      Nancy

  2. Liebe Nancy,
    nur eine Anmerkung zu Punkt 6 nach vorne gerichtetes Tragen. Ich habe die Studien und Internationalen Artikel gelesen und mich mit dem Thema näher beschäftigt, da es immer wieder zu dieser pauschalen Aussage kommt und es nunmal Babys gibt, deren Eltern ihnen stundenlang ohne Tragehilfe schon sehr früh die Welt zu Hause oder draußen nach vorne gerichtet zeigen müssen und dabei die Arme irgendwann schlapp werden.

    Die wissenschaftlichen Studien beziehen sich lediglich auf das nach vorne gerichtete Fahren im Buggy ohne Körperkontakt zu den Eltern. Der hier ermittelte Stress für das Baby (abgeleitet aus Messungen) wird lediglich angenommen auch beim Tragen aufzukommen bzw für das Tragen im Tuch/der Trage von Personen abgeleitet, jedoch in keiner der Studien untersucht oder darauf hingewiesen.
    Lediglich die Aussage zur Haltung des Babys ist richtig und nachweisbar, jedoch für einige Minuten am Tag vertretbar und nicht schädigend, sofern man ein sehr neugieriges Kind hat, welches sich mit vollem Körpereinsatz in der Trage dagegen wehrt nicht nach vorne schauen zu dürfen und noch zu klein ist, um auf dem Rücken getragen zu werden. Denn jedes Kind ist ja bekanntlich anders und Eltern kommen den Bedürfnissen der kleinen Weltentdecker in individueller Weise nach 😊
    Alles Gute!
    Gruß
    Jojo

    1. Hallo Jojo,
      ich danke Dir für Deinen Beitrag! Leider gibt es, nach meinem Wissen, bisher einfach keine ausführlichen Studien, die das nach vorn gerichtete Tragen untersucht haben. Daher habe ich die Buggy-Studie herangezogen.
      Du hast Recht, wenn Du sagst, dass jedes Kind individuell unterschiedlich ist Und ich stimme Dir auch zu, dass, wie in so vielen Fällen die Menge das Gift ausmacht.
      Mir war es wichtig auf die negativen Folgen, die sicher nicht immer sofort oder im gleichen Maße auftreten müssen, hinzuweisen und Aufklärungsarbeit zu leisten. Vielen ist möglicherweise einfach nicht bewusst, was es beim Tragen mit dem Gesicht nach vorn für Nachteile gibt. Vor allem für Neugeborene ist diese Trageweise aufgrund der genannten Punkte nicht empfehlenswert.
      Meine persönliche Ansicht ist auch, dass ein Kind, dass zu jung ist, um auf dem Rücken getragen werden kann, auch zu jung ist, um nach vorn getragen zu werden 😉
      Ich freue mich aber, dass Du meinen Beitrag so gründlich gelesen hast und Deine Meinung geteilt hast! Das war auch ein Ziel des Beitrags 🙂
      Viele Grüße,
      Nancy

  3. Super ausführlicher Artikel! Ich war zwar mit meiner Tochter bei einer Trageberatung aber alles nochmal zum Nachlesen wär damals sicher fein gewesen. Letztlich hatten wir drei verschiedene Modelle zuhause (Ring-Sling, Mei-Tai und Manduca) und alle drei waren zur jeweiligen Zeit super 🤔

    1. Vielen Dank für Deinen lieben Kommentar! Du hast Recht, alle drei Varianten habe ihre ganz speziellen Vorteile. Ich freue mich, dass Du eine Trageberatung aufgesucht hast. Das kann ich jedem nur empfehlen.
      Liebe Grüße,
      Nancy

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  6. So ist es! Und, vielen Dank für diese tolle Zusammenfassung!

    Mehr kann man zu deinem Artikel eigentlich nicht sagen. Ich hoffe, dass viele Eltern ihn lesen!!!

    (Erst heute sah ich im Indoor-Spielplatz eine Mutter mit tief hängender, lockerer Trage, Baby, vielleicht vier bis fünf Monate alt, nach vorne gerichtet, Beinchen gerade nach unten hängend. Ich hab mich nicht getraut etwas zu sagen, aber es war echt furchtbar anzusehen.)
    Mit vier Wochen trage ich meine Tochter (2.Kind) noch ausschließlich im gewebten Tragetuch, aber ich freue mich schon darauf, endlich (mit ca. 10 Wochen) die Kokadi Flip babysize rauszuholen, weil es unterwegs einfach praktischer ist. Mein Sohn liebte sie und war noch vier Stunden vor der Geburt meiner Tochter in der Toddler-Version dieser Trage auf meinem Rücken 😉

    1. Hallo Julez,
      Danke! Ich freue ich sehr, dass Dir die Zusammenfassung gefallen hat 🙂 Wenn man Trageberaterin ist, sieht man auch plötzlich überall “Baustellen”. Aber auch in der Beratung hatte ich einen Fall, da hat eine Mutter Ihr Kind mehr oder weniger nur mit dem Stoff umwickelt, nichts festgezogen, keine Anhockung. Aber sie hat sich beraten lassen und wir konnten einiges erarbeiten, das ist das wichtigste.
      Ich freue mich, dass Du so viel trägst und Du und Deine Kinder damit so schön zurecht kommt!
      Vielen Dank und liebe Grüße
      Nancy

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  8. Vielen Dank für den tollen Beitrag. Hat mir sehr geholfen.
    Ich würde mich generell als recht erfahren einstufen, was Tragen betrifft. Habe selbst schon die Kokadi Flip, die Ergobaby 360 und ein Tragetuch gehabt und bin nun mit dem 2. Kind nach einer Trageberatung bei der Limas Plus gelandet. Aber auch da sind jetzt, nachdem mein Baby inzwischen 7 Kilo wiegt, wieder Schulterschmerzen aufgetreten, die immer schlimmer wurden. Ich bin dann wieder zur Ergobaby gewechselt, die mir schon beim 1. Kind keine Probleme bereitete. Auch dieses Mal hatte ich wieder keine Probleme. Dennoch bereitet mir die Haltung des Kindes darin Kopfschmerzen, weil der Rücken einfach nie so schön rund ist, wie in den Tüchern. Also beschloss ich der Limas noch eine Chance zu geben und googelte mich schlau. Dabei bin ich auf deinen Beitrag gestoßen und dachte mir : Eigentlich alles richtig gemacht. Bauchgurt sitzt hoch und fest, Tuch über den Schultern ist fest gezogen,… Trotzdem habe ich dann alles noch enger gezurrt, sodass mir fast die Luft weg blieb und mein Sohn nun mit seiner Nase auf Höhe meines Kinns saß. Und siehe da: keine Schmerzen mehr. Generell rutscht die Trage ja beim Laufen sowieso nochmal etwas runter, aber insgesamt sitzt nun alles höher, sodass auch bei langen Spaziergängen der Kopf meines Babys immer noch auf gleicher Höhe mit meinem Kinn ist. Das hätte ich ohne das Lesen des Beitrags sicher nicht so extrem gemacht. Trotz Trageberatung beim Kauf der Trage.
    Also vielen Dank für die tolle Hilfe!

  9. Hey hallo,
    Toller Beitrag, vielen Dank. Ich trage nun mein zweites Kind herum. Erst im elastischen Tragetuch, dann im gewebten Tuch und wenn es schnell gehen muss im Bondolino. Da der kleine bereits mit 6 Monaten fast 10 Kilo wiegt bei Größe 74, teste ich gerade die Manduca XT.
    Beim Tragetuch besonders aber auch bei anderen tragen schmerzt mir jedoch trotz hoher und enger Bindeweise nach 1-1,5 Stunden der Übergang zwischen Schulter und Nacken. Ich kenne das auch vom Rucksack tragen.. daher fragt sich ob es immer an der falschen Nutzung oder eben doch auch an einer schwachen/empfindlichen Muskulatur liegen kann..

    Bei der manduca, wie auch bei anderen tragehilfen, habe ich immer wieder das Problem, dass der Hüftgurt schmerzt, weil meine hüftknochen recht weit raus stehen. Aber noch dicker gepolstert finde ich nichts. Gibt es dazu einen Tipp?

    Liebe Grüße,
    Emilia

    1. Hallo Emilia, ich finde es toll, dass Du Deine Kinder trägst und Dir auch so viele Gedanken machst! Zur Manduca kann ich aus der Ferne nicht viel sagen, das müsste man sich einmal vor Ort anschauen. Kannst Du vielleicth einfach höher Tragen? Wenn der Bauchgurt auf der Hüfte sitzt, kann es sein, dass er für Dein 74cm Baby schon zu tief sitzt. Es ist eher ein Taillen-Gurt, als ein Hüftgurt. Schau, dass Dein Baby knapp unter Deinem Kinn sitz, nicht weiter unten. Lieber etwas höher.

      Ansonsten passen nicht alle Tragen jedem Elternteil. Es gibt mittlerweile viele Modelle mit ganz unterschiedlichen Gurtbreiten, -längen, -formen und -polsterungen. Eventuell ist es dann einfach nicht die richtige Trage für Dich.

      Wende Dich auch gern an eine Trageberaterin vor Ort, es ist oft ein einfaches Problem, dass durch eine ausgebildete Person schnell zu lösen ist. 🙂
      Viele Grüße
      Nancy

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