Neugeborenes richtig baden im Badeeimer

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Als mein Baby im Krankenhaus nach zwei Tagen (viel zu früh!) das erste Mal gebadet wurde, war das das erste Mal, dass mein Sohn fast 10 Minuten durchgehend geschrieen hat.

Mein Sohn war von Anfang an ein ruhiges, zufriedenes Baby, wie ich es jeder Mutter wünsche. Geschrieen hat er nur, wenn ihm wirklich etwas dringend fehlte (Mama, Essen, Schlaf) oder er Schmerzen hatte.

Das Baden im Krankenhaus war daher für mich eine schreckliche Situation und ich wusste, dass ich ihn nie wieder in eine Babybadewanne setzen möchte!

Schreit Dein Baby auch regelmäßig beim Baden?

Dann habe ich vielleicht eine Lösung für Dich.

Glücklicherweise bin ich in meiner Schwangerschaft zufällig schon über das Thema Baby Baden gestolpert und hatte nach einiger Recherche einen Baby Badeeimer gebraucht gekauft.

Als wir nach der Geburt wieder zu Hause waren und die Zeit für ein zweites Bad gekommen war, waren mein Mann und ich sehr gespannt, ob das Baden im Eimer hält, was meine Recherchen ergeben hatten.

Und jap, Bingo! Der Eimer war eine super Investition in das Seelenheil unseres Sohnes! 😉

Mein Sohn hat die Zeit im Badeeimer immer sehr genossen und nicht ein einziges Mal geweint. Er saß zumeist friedlich glucksend im Badewasser und freute sich seines Lebens.

Deshalb will ich Dir heute meine Erfahrungen nicht vorenthalten und Dir den Badeeimer, seine Verwendung und was Du beim Baden mit einem Neugeborenen beachten musst, vorstellen.

Ich hoffe ich kann Dir mit meinem Artikel helfen, eine entspannte Babybadezeit zu verbringen und Du kannst ein paar Tipps rund ums Baden mit Baby mitnehmen.

Doch zunächst einmal zu den Grundlagen.

Disclaimer: Ich stelle Dir hier unter anderem meinen Babybadeeimer vor, daher enthält der Artikel Werbelinks zu Amazon. Falls Du Dich entscheidest, über diesen Link etwas zu kaufen, bekomme ich möglicherweise eine Provision, damit unterstützt Du meinen Blog ohne selbst einen Cent mehr zu bezahlen. Vielen Dank für Deine Unterstützung!

Was ist überhaupt ein Badeeimer?

Ein Badeeimer ist nichts anderes als ein wasserdichter Eimer, meist aus BPA-freiem Plastik, der extra auf die Größe und Bedürfnisse Deines neugeborenen Kindes angepasst wurde.

Die Besonderheiten eines solchen Eimers und zugleich die Unterschiede zu einer Babybadewanne sind zusammengefasst folgende:

  1. Rutschfest
  2. Leicht und einfach zu Tragen
  3. Wasserstandsanzeige
  4. Durchsichtig
  5. Eng

Rutschfest: Ein guter Badeeimer besitzt einen rutschfesten Boden, damit der Eimer besonders standfest ist. Selbst bei Nässe auf den Badfliesen soll der Badeeimer sich nicht vom Fleck rühren.

Leicht und einfach zu Tragen: Aufgrund des Materials ist der Eimer sehr leicht und wäre selbst mit Kind und Wasser noch gut zu tragen, was ich selbst aber nie probiert habe. Ich hatte viel zu große Angst, dass ich alles aus Tollpatschigkeit fallen lasse.

Aufgrund der besonderen Form des Badeeimers und einer gewölbten Kante, lässt sich der Eimer gut greifen und Du hast ihn immer sicher in der Hand. Erinnert mich etwas an eine Teig-Rührschüssel.

Wasserstandsanzeige: Sehr wichtig bei einem Badeeimer für Babys ist die Wasserstandsanzeige. Es ist für ein Elternteil eher schwierig mit dem Augenmaß abzuschätzen, wie viel Wasser eingefüllt werden soll, wenn das Kind noch nicht drin sitzt.

Man verschätzt sich doch schnell bei Größe und Volumen des Babys und schwupps sitzt das Kind bis zum Kinn im Wasser. Das ist nicht gewünscht.

Durchsichtig: Badeeimer sind bewusst durchsichtig gehalten, damit Du das Baby rund um beobachten und bewundern kannst und gleich erkennst wo es noch dreckig ist oder wo etwas nicht stimmt.

Eng: Badeeimer sind so konstruiert, dass die Enge des Mutterleibs nachempfunden wird. Das Neugeborene fühlt sich zurückerinnert an die wollige Wärme und beschützende Enge des Mutterleibs.

Durch diese Eigenschaften ergeben sich einige Vorteile gegenüber der Babybadewanne, die bei vielen Babys das Baden einfacher und entspannter macht. Auch gesundheitlich bietet der Babyeimer einige Vorteile.

Was sind die Vorteile des Badeeimers?

1 Geborgenheit

Der größte und wichtigste Vorteil eines Babybadeeimers für Dein Neugeborenes ist, dass er durch die Enge und das warme Wasser das Gefühl von Geborgenheit vermittelt, das Dein Baby bereits aus dem Mutterleib kennt.

Viele Kinder fangen in einer Babybadewanne an zu schreien, weil sie dort keine Begrenzung erleben können, denn Neugeborenen fehlt in der ersten Zeit nach der Geburt vor allem die räumliche Begrenzung.

Alles ist für die Kleinen plötzlich groß und weit, daher genießen sie es gepuckt zu werden der fühlen sich im Tragetuch besonders wohl.

Die Kombination zwischen dem warmen Wasser und eben dieser Enge versetzt viele Babys wieder zurück in die sichere und geborgene Umgebung des Mutterleibs.

2 Sicherheit

Die Sicherheit beim Baden des Babys ist ein weiterer sehr wichtiger Vorteil des Badeeimers. Dein Kind liegt nicht, sondern sitzt quasi in Embryonalstellung im Eimer.

Dadurch ist ein Wegrutschen des Babys fast nicht möglich. Sobald das Baby den Kopf gut selbständig halten kann, kann ein Baby unter Aufsicht sogar selbstständig und ohne Hilfe im Eimer sitzen.

3 Konstante Wassertemperatur

Die aufrechte und kompakte Bauweise des Badeeimers hat den Vorteil, dass das Wasser länger warm bleibt. Die geringe Wasseroberfläche verhindert ein zu schnelles Auskühlen von Wasser und Baby.

4 Therapie

Badeeimer können zur Therapie von Dreimonatskoliken, Bauchschmerzen oder Blähungen eingesetzt werden. Der Grund ist die Stellung, die Dein Baby im Eimer einnimmt zusammen mit der warmen Wassertemperatur (in diesem Fall werden oft 38°C empfohlen).

Die angehockten Beinchen und die Wärme regen den Verdauungstrakt an und wirken entspannend und krampflösend. Dein Baby kann dadurch die unliebsamen Gase besser loswerden.  

5 Standfest

Durch seine Bauweise ist der Badeeimer kompakt und standfest. Ein guter Babybadeeimer ist an der Unterseite zudem gummiert, was ihn zusätzlich rutschfest macht.

6 Wassersparend

Der Eimer kommt mit weitaus weniger Wasser aus, als eine Babybadewanne oder das Waschbecken. Wenn Du Dein Baby oft badest, wirst Du in Summe weniger Wasser verbrauchen, als mit den herkömmlichen Methoden.

7 Leicht

Aufgrund der kompakten Bauweise und der geringen benötigten Wassermenge ist der Eimer selbst mit Babys nicht schwer.

Aber vor allem ohne Dein Baby, nur mit Wasser gefüllt ist der Badeeimer sehr leicht, was gerade im Wochenbett oder ggf. nach einem Kaiserschnitt für frisch gebackene Mamas eine Erleichterung sein kann.

8 Schlaffördernd

Zurück im Mutterleib im warmen Wasser geborgen umsorgt lässt es sich am Besten einschlummern. Ich habe schon von Babys gelesen die noch während des Badens eingeschlafen sind.

Das mag nicht die Regel sein, aber die meisten Neugeborenen entspannen sehr gut beim Baden im Eimer, so dass sie danach auch besser einschlafen können. Entspannung ist hier das Schlüsselwort.

9 Platzsparend

Wie schon mehrfach erwähnt, ist der Eimer recht kompakt und gut zu verstauen. Auch auf Reisen könntest Du ihn gut transportieren da er kleiner ist als die standard Babybadewanne.

Ob Du nun Badewanne oder Eimer wirklich im Urlaub braucht, ist eine andere Frage. 😉

10 Wiederverwendbar

Ist der kleine Spatz aus dem Eimer herausgewachsen (es gibt ihn übrigens in verschiedenen Größen), kannst Du den Badeeimer einfach als Eimer weiter verwenden.

Oder Du verschenkst ihn an die nächste werdende Mutter.

Was sind die Nachteile des Badeeimers?

Ja, mein geliebter Badeeimer hat tatsächlich auch ein paar Nachteile.

Aber nicht viele 😉

1)  Das Waschen: Der Nachteil, der am öftesten genannt wird, ist, dass aufgrund der Enge des Eimers das Waschen nicht ganz so gut geht.

Das Stimmt. Du brauchst etwas Geschick um gut an alle Stellen zu kommen. Ich persönlich habe das auch so erlebt, empfand es aber nie störend, da ein Neugeborenes sowieso kaum dreckig wird.

2)  Der Anschaffungspreis: Hin und wieder ist zu lesen, dass der Anschaffungspreis zu hoch sei, für die Dauer der Anwendung. Das wiederum kann ich nicht bestätigen, da man sowohl für Badeeimer als auch Badewannen gleichermaßen viel oder wenig ausgeben kann.

In beiden Fällen gibt es eine Spanne von ca. 10 € bis 40 €. Und auch die Badewanne verwendet man nicht ewig. Unseren Eimer habe ich darüberhinaus gebraucht gekauft für ca. 5 €.

3) Die Größe: Es wird oft argumentiert, dass das Baby sehr schnell aus dem Eimer heraus wächst. Hier musst Du schauen, wie groß Dein Baby ist und ggf. einen größeren Eimer wählen. Aber auch die Babybadewanne wirst Du sicher nicht ewig verwenden wollen.

Ich persönlich habe das nicht nachteilig empfunde, aber es sollte Dir dennoch bewusst sein.

Falls Du noch weitere Bedenken hast, die hier erwähnt werden müssen, lass es mich in den Kommentaren wissen!

Ab wann darf ich mein Baby baden?

Baby badet im Badeeimer

Eigentlich sollte das erste Bad nicht sofort nach der Geburt stattfinden. Die Haut des Babys ist gerade nach der Geburt noch sehr empfindlich.

Viele wissen auch nicht, dass durch eine vaginale Geburt wichtige gute Bakterien auf Babys Haut übertragen wurden, die für den Aufbau der Darmflora notwendig sind.

Leider wird auch heute noch aufgrund übertriebener Reinlichkeit viel zu schnell gebadet und dem Baby damit eher geschadet als genützt.

Dein Baby sollte erst gebadet werden, wenn die Nabelschnur abgefallen ist und der Nabel somit verschlossen ist. Vorher können sich hier sonst Bakterien oder Keime einnisten und zu Entzündungen führen.

Du darfst also gern zwei Wochen bis zum ersten Bad warten und bis dahin das Babys sanft mit einem Waschlappen reinigen. Deine Hebamme berät Dich hier sicher gern ausführlich.

Gerade in den ersten Tagen braucht Dein Baby einfach nur die Mama (oder eine andere primäre Bezugsperson), sonst nichts. Alles zusätzliche stört nur den Bindungsaufbau.

Wie oft soll ich mein Baby baden?

Die Frage nach dem “wie oft” beschäftigt viele Eltern seit vielen Generationen, egal ob Badeeimer, Babybadewanne oder Waschbecken.

Meine Mutter hat uns Kinder noch täglich gebadet. Was für ein Aufwand!

Meine Schwester durfte ihre Kinder nur noch max. einmal in der Woche baden. Diese beiden Meinungen wechseln sich seit Jahrzehnten regelmäßig ab.

Was ist denn nun richtig?

Wie so oft gibt es hier kein Richtig und Falsch. Es bleibt letzten Endes Dir als Mutter oder Vater überlassen, wie oft Du Dein Kind badest. Es ist schließlich Dein Kind und nur Du entscheidest. Hör auf Dein Gefühl und Deinen Mutter- oder Vaterinstinkt.

Nach meiner Erfahrung brauchen gerade Neugeborene nur sehr selten gebadet werden. Sie werden selten dreckig (abgesehen von Kacka-Windelunfällen), da sie noch nicht krabbeln und die meiste Zeit bei ihrer Bezugsperson verbringen.

Zu vieles Baden kann die Haut austrocknen und nach meiner Erfahrung Neurodermitis begünstigen. Wichtig ist hier die richtige Balance zu finden und auf Badezusätze zu verzichten. Mein Sohn wird noch immer nur mit einem Teelöffel Kokosöl als Zusatz gebadet und hat beneidenswert weiche Haut.

Was ist die richtige Baby Badetemperatur?

Trotz aller Empfehlungen gilt auch hier auf Dein Gefühl zu hören. Die oft genannte Badetemperatur eines Kinderbades von 37°C kann für Dein Kind zu warm oder auch zu kalt sein.

Schau Dir Dein Kind genau an. Weint es beim Setzen ins Wasser? Zieht es sofort die Beinchen hoch und will wieder raus? Dann ist das Wasser wahrscheinlich zu warm.

Babys haben, wie wir Erwachsene, ihr eigenes Gefühl für Wärme und Kälte. Es gibt auch hier die berühmten Warmduscher und Kaltduscher.

Prüfe das Wasser auch immer selbst mit dem Ellenbogen und vertraue nicht nur auf die Thermometer, auch hier habe ich schon große Unterschiede zwischen zwei Kinderthermometern im selben Wasser erlebt.

Empfohlen wird generell eine Badetemperatur zwischen 35°C-37°C. Das kannst Du zumindest als Basis nehmen und dann an die Bedürfnisse Deines Schatzes anpassen.

Wie lang darf ich mein Baby baden?

Gerade für Neugeborene und Frühchen sollte ein Bad nicht länger als 10 Minuten dauern. Die Haut der Kleinen ist noch empfindlich und neigt zum Austrocknen.

Verzichte auf Badezusätze und gib lieber etwas Öl in den Badeeimer. Deine Hebamme berät Dich bei diesem Thema sicher zuverlässig.

Wenn die Kinder älter werden und anfangen richtig Spaß am Baden zu haben, kannst Du diese Zeit nach und nach ausdehnen.

Ich bade meinen Einjährigen aber immer noch nicht viel länger als ca. 10 Minuten. Aber auch hier gibt es individuelle Unterschiede.

Wie bade ich mein Baby im Badeeimer?

Viele Eltern verwenden keinen Babybadeeimer, weil sie sich unsicher sind, wie ihr Baby darin sicher gebadet werden kann.

Aber gerade der Badeeimer ist sogar etwas sicherer als die Badewanne, da, bei richtiger Verwendung, das Baby nicht so leicht untergehen kann.

Gänzliche Sicherheit bei Baden gibt es nicht, da Babys weder Schwimmen noch unter Wasser atmen können. Daher darfst Du Dein Kind niemals auch nur einen Augenblick unbeaufsichtigt lassen, unabhängig von der Bademethode.

Zurück zum Badeeiemer. Zunächst ist es sehr wichtig, das Wasser tatsächlich nur bis zur Markierung einzufüllen. Da der Eimer nicht so weit ist, wie eine Wanne, wird das Wasser stärker in die Höhe verdrängt und eine geringere Menge ist notwendig.

Sobald das Neugeborene darin sitzt, darf das Wasser nicht höher als dessen Schultern stehen. Keinesfalls darf das Wasser bis zum Kinn reichen!

Wie setze ich nun das Baby in den Eimer? Das geht am Besten im Fliegergriff. Dein nackiger Spatz wird mit dem Popo voran auf Deinen Unterarm gelegt und mit der Hand zwischen den Beinen gestützt.

Mit der anderen Hand stützt Du sein Köpfchen im Nacken und lässt den Fliegergriff erst los, wenn Dein Baby komplett im Eimer sitzt.

Solange Dein Kind sein Köpfchen noch nicht selber sicher halten kann, hältst Du es dann mit zwei Fingern unter dem Kinn fest.

Mehr nicht.

Die Stütze unter dem Kinn reicht aus, um Dein Baby sicher über Wasser zu halten. Du kannst aber natürlich auch die ganze Hand verwenden, um sein Köpchen zu stützen, wenn Du Dir unsicher bist.

Ganz kurz erklärt: Der Babybadeeimerkinngriff 😉 im Video von BabyOne

Probiere die Handgriffe einfach vorweg ein paar Mal auf dem Trockenen, wenn Du noch Bedenken hast.

Das war’s schon. Jetzt kannst Du mit der anderen Hand einen Lappen schnappen und Deinen Schatz waschen.

Wenn Du fertig bist, verfährst Du genauso, wie beim Einlassen ins Wasser, nur eben alles rückwärts. 🙂

Besonders vorsichtig, solltest Du bei der Verwendung von Ölen im Wasser sein. Das macht die Sache immer etwas rutschiger, sowohl beim Badeeimer als auch bei der Badewanne.

Häufige Fehler bei der Verwendung des Badeeimers

1) Zu viel Wasser: Der wohl häufigste Fehler, den ich auch immer wieder mit Erschrecken in zahlreichen YouTube-Videos und auf Bildern im Internet sehe, ist, dass viel zu viel Wasser in den Eimer gelassen wird.

Das Wasser darf nicht bis zum Kinn des Babys reichen, sondern muss ein gutes Stück darunter, ca. auf Schulterhöhe enden. Die Gefahr ist sonst, dass das Kind mit dem Gesicht schnell im Wasser landet.

Gerade, wenn es den Kopf noch nicht sicher halten kann, kann das Babys so schnell Wasser schlucken oder gar mit dem Kopf untergehen.

Beachte die Markierung am Eimer!

2) Wackeliger Untergrund: Stelle den Babybadeeimer immer auf einen sicheren Untergrund, am Besten auf den Fußboden im Bad. Niemals auf die Waschmaschine oder einen Tisch.

3) Zu weite Wege: Lege Dir vorweg alle notwendigen Badeutensilien, wie Lappen, Handtücher usw. bereit, damit Du nichts noch zwischendurch holen musst und im schlimmsten Fall, Dein Kind alleine lässt.

Mein Baby schreit beim Baden, was kann ich tun?

Es soll tatsächlich Babys geben, die trotz aller Vorteile keinen Badeeimer mögen. 😉 Aber bevor Du zu schnell aufgibst, prüfe zunächst folgende Punkte:

1) Ist die Temperatur ok? Wie schon erwähnt gibt es auch unter den Babys Warm- und Kaltduscher. Manch ein Babys fühlt sich bei 35°C pudelwohl und würde bei 37°C schreien. Bei Deinem fängt es vielleicht erst bei 37°C an nicht mehr zu frieren.

Da hilft nur ausprobieren und sich von unten an die richtige Temperatur heranzutasten.

2) Ist Dein Baby vielleicht schon zu groß für den Eimer? Babys wachsen schneller, als uns manchmal lieb ist und vielleicht gefällt Deinem Spatz der zu enge Eimer einfach nicht mehr.

Unser Modell hat 6 Monate gereicht. Danach sind wir dann auf die normale Badewanne und Dusche umgestiegen. Es gibt aber auch Eimer in verschiedenen Größen, so dass man das Kind theoretisch bis zu 3 Jahren im Badeeimer baden kann.

3) Hast Du zu viel Wasser eingefüllt? Manchen Babys kann zu viel Wasser Angst machen. Sie brauchen einfach ein Stück sich an die Situation zu gewöhnen. Fange mit weniger an und fülle den Eimer nach und nach bis zu den Schultern auf.

4) Muss Dein Schatz mal? Babys mögen es nicht, mit voller Blase oder vor einem dringenden Geschäft baden zu gehen. Setze Dein Baby vor dem Baden immer nochmal auf den Topf oder halte es über eine Schüssel / Waschbecken / Klo ab. Frisch entleert badet es sich leichter!

5) Ist Dein Baby hungrig? Beides gilt hier: Mit vollem Magen und hungrig sollte man nicht baden gehen. Am Besten ist es, wenn Dein Baby ca. eine halbe Stunde vorher noch etwas gegessen hat. Mit knurrendem Magen ist eh alles doof.

Was ist beim Kauf zu beachten?

Auf folgende Punkte solltest Du beim Kauf eines Badeeimers achten:

1) Der Badeeimer sollte einen breiten, rutschfesten bzw. gummierten Standfuß haben.

Gummierter Standfuß

2) Wichtig ist eine Wasserstandsmarkierung für die maximale Einfüllhöhe, die gut zu erkennen ist. Viele Eimer haben einen eingestanzten Ring für die min. und max. Wasserhöhe.

3) Der Eimer sollte gut greifbar sein. Die meisten haben eine gewölbte Kante. Da gibt es aber verschiedene Ausführungen. Nimm die, die Dir am besten gefällt.

Rand des Bieco Badeeimers.

Unser Bieco Badeeimer hat einen sehr schönen griffigen gebogenen Rand.

Der Rand des Tunmy Tub Badeeimers

Der Badeeimer von Tummy Tub setzt eher auf separate Griffe.

4) Es gibt auch verschiedene Größen. Wenn Du ein großes Kind hast, lohnt es sich evtl. gleich nach einer größeren Version zu schauen, dann hast Du länger Freude daran

5) Es muss nicht der teure Badeeimer von “Tummy Tube” sein. Meiner Ansicht nach reicht ein gebrauchter Eimer aus den einschlägigen Gebrauchtbörsen. Das schont den Geldbeutel und natürlich auch die Umwelt.

Leider habe ich noch keine Alternative zu den Badeeimern aus Kunststoff gesehen mit ähnlichen Vorteilen. Wenn man komplett auf Plastik verzichten möchte, bleibt als Alternative wahrscheinlich nur die Badewanne oder ein Holzfass. 😀

Kaufempfehlung

Badeeimer im Suchverlauf von Google.de

Der Markt für Babybadeeimer ist recht übersichtlich. Im Prinzip kann man zwischen Tummy Tub, Bieco, Bébé Jou und einigen wenigen kleineren Anbietern wählen.

Meine Empfehlung geht Richtung Bieco Badeeimer, da dieser einen stabilen und robusten Eindruck macht und in schönen Farben daher kommt. Gerade der breite Standfuß bietet viel Sicherheit und der gebogene Rand ist sehr schön griffig.

Die geschwungene Form und die knalligen Farben sind außerdem ein echter Hingucker.

Wer ein größeres Modell sucht, ist mit dem Badeeimer von Bébé Jou gut beraten, der mit den Maßen von 46 x 46 x 35 cm (Breite x Länge x Höhe) größer ist als z.B. der Badeeimer von Tummy Tub (38,5 x 38,5 x 33 cm) oder Bieco und damit etwas länger im Einsatz.

Zum Vergleich, mein Badeeimer von Bieco reichte bis zum 6. Monat (mein Kind ist eher groß) und hatte folgende Maße (Der Eimer ist oben oval, daher zwei Angaben für Breite und Länge):

  • Höhe: 33 cm
  • Oben innen (Breite x Länge): 28,8 cm x 33 cm
  • Oben außen (Breite x Länge): 33,5 cm x 38,8 cm
  • Breite des Standfuß: 21 cm

Manche Badeeimer, wie z.b. der von Bébé Jou bietet auch einen rückenschonende Stehtisch mit Click-System, was mir persönlich aber einfach zu viel Plastik ist und mir auch überflüssig erscheint.

Wir waren mit Bieco sehr zufieden und werden ihn für’s nächste Kind weiter verwenden. Kaufen könnt Ihr den Badeeimer von Bieco bei Amazon.

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Fazit

Ich liebe unseren Badeeimer und war tatsächlich traurig, als mein Schatz herausgewachsen war. Das Baden im Badeeimer empfand ich immer als einfach und wenig aufwendig. Mein Sohn hat es auch sehr genossen und hatte keine Angst mehr vor dem Baden.

Ich bin überzeugt, dass die Vorteile des Badeeimers, die Enge und die Begrenzung, die gerade für Neugeborene so wichtig sind, tatsächlich stimmen und nicht nur eine Verkaufsstrategie darstelle.

Für mich reiht sich der Eimer ein in die Liste der bedürfnis- und bindungsorientierten “Hilfsmittel” wie Tragetuch und Familienbett.

Dennoch gibt es viele Babys, denen auch das Baden in einer ganz normalen Wanne oder in der Spüle nichts ausmachen. Was nun für Dich und Deinen Spatz passt, könnt Ihr nur selbst für Euch herausfinden.

Ich hoffe aber, ich konnte Dir ein paar zusätzliche Informationen rund um das Thema Babybadeeimer und das Baden von Neugeborenen vermitteln und wünsche Dir eine wundervolle Badezeit mit Deinem Baby.

Falls Dir der Beitrag gefallen hat, kannst Du ihn gern weitersagen. Wenn Du Anmerkungen oder Fragen zum Thema Baden hast, lass es mich gerne wissen, unten in den Kommentaren.

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Danke fürs Lesen!

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